NAVIGATION
Sprache wählen:
DeutschEnglishFrançais

Grieshaber GmbH & Co. KG - Reinigungsspezialist erfüllt höchste Anforderungen in der Fertigung von Präzisionsdrehteilen

Um höchste Präzision dreht sich alles bei der Grieshaber GmbH & Co. KG, einem in Schiltach im Schwarzwald ansässigen Hersteller von Drehteilen. Auf über 8.500 qm Fertigungsfläche werden jährlich über 100 Millionen Präzisionsteile aus NE-Metallen, neben Messing, Kupfer und Bronze schwerpunktmäßig Aluminium und Edelstahl, mit hohen und höchsten Qualitätsanforderungen produziert. Für die Reinigung der Drehteile hat das Maschinenbauunternehmen MAFAC optimale Prozesslösungen entwickelt, die für zuverlässige Ergebnisse auf höchstem Niveau sorgen.

Zum Kundenkreis des traditionsreichen, mittelständischen Familienunternehmens Grieshaber zählen überwiegend namhafte, weltweit operierende Firmen aus der KFZ-Zulieferindustrie sowie der Mess-, Regel- und Steuerungstechnik. Der Maschinenpark erlaubt die Fertigung ab Losgröße eins bis mittlerer und großer Stückzahlen im Millionenbereich, wobei alle gängigen Zertifizierungsanforderungen erfüllt werden. „Grieshaber zählt zu Europas Top 5 im Segment anspruchsvollster Präzisionsdrehteile“, ist Peter Ruoff, Leiter Marketing und Vertrieb bei MAFAC, überzeugt. „Entsprechend liegen die an uns gestellten Sauberkeitsanforderungen im Bereich von 200 µm.“ Die kundenspezifischen Einsatzbedingungen stellen enorme Herausforderungen an die Reinigungstechnik. Zu reinigen sind unter anderem Drehteile mit einer Werkstückgröße zwischen sechs und 100 Millimeter Durchmesser, zum Teil sehr komplex mit filigranen Radien und Gewinden im µm-Bereich. Auch Fräs- und Bohrteile aus Nichteisenmetallen werden zwischen- beziehungsweise endgereinigt, dabei sind bei Edelstahl- und Aluminiumteilen auch Anforderungen an die Oberflächenspannung zu erfüllen (38 mN/m). Aufgrund der hohen Empfindlichkeit der überwiegend für Kunden aus dem Automotive-Sektor gefertigten Teile, kommen spezielle, teilespezifische Werkzeugträger zum Einsatz. Thomas Gutmann, Leiter Customer Support und langjähriger MAFAC Anwendungsexperte, erläutert die besondere Ausgangssituation: „Beim Großteil der Anwendungen werden die zu reinigenden Bauteile durch speziell angefertigte Kunststoff-Inlets gehalten. Da auf jede Teile-Lage eine Schutzabdeckung gelegt wird, ergibt sich eine beträchtliche Packungsdichte.“ Diese Voraussetzungen stellen nach Einschätzung von Thomas Gutmann höchste Anforderungen an die Reinigungsprozesse, ebenso wie der hohe Öleintrag sowie die ambitionierten Durchsatzzahlen.

Individuelle Reinigungsprozesse sorgen für Sauberkeit
Eine zuverlässige Lösung bietet MAFAC dem Unternehmen Grieshaber mit zwei getrennt voneinander betriebenen Reinigungslinien. Diese bestehen jeweils aus einer MAFAC PALMA Spritzflutanlage in Drei-Bad-Ausführung sowie einem Transfersystem inklusive Handlingeinsatz zur vollautomatischen Teilebeschickung und -entladung. Beide Anlagen sind außerdem mit einem externen System zur Vakuum-Heißluft-Strömungstrocknung ausgerüstet. Dies ermöglicht paralleles Reinigen und Trocknen, wodurch sich die Gesamt-Zykluszeiten wirkungsvoll reduzieren lassen. Die Bäder sind in der Reihenfolge Reinigen – Spülen – Spülen angeordnet. Im Reinigungsbad erfolgt die Badpflege über Destillation, parallel zum Reinigungsvorgang über Bypass. Diese spezielle Verfahrenstechnologie bietet MAFAC als Systemanbieter auf Basis einer Kooperation mit einem erfahrenen Kompetenzpartner an.

Mit Bewegung gegen Schmutz
Um die gestellten Sauberkeitsanforderungen von 200 µm zuverlässig erreichen zu können, wurden verschiedene weitere individuelle Anpassungen vorgenommen, unter anderem in Bezug auf die Ölabscheidung sowie hinsichtlich der Reinigerdosierung. Vertriebsleiter Peter Ruoff resümiert: „Die Verfahrenstechnik des Spritz-Flutens ist bei Grieshaber eminent wichtig. Noch wichtiger ist jedoch unser patentiertes Rotationsprinzip: Denn durch gegen- beziehungsweise gleichläufige Rotation werden reproduzierbare Reinigungsergebnisse, insbesondere durch das Reinigen in Flussrichtung in allen erdenklichen Abfolgen und Winkelverhältnissen, erst möglich. Auf dieser Basis werden die Bauteile in der Prozessabfolge immer sauberer, bis die gewünschte Anforderung erreicht ist.“

Bericht als pdf

zurück zur Übersicht