Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies und Analysetools. Sie erleichtern die Seitennutzung und helfen uns, diese zu verbessern. Mehr erfahren. Akzeptieren
NAVIGATION
Sprache wählen:
DeutschEnglishFrançais

Bertrandt AG - Reinigen im Bereich der Montage von Prototypenmotoren mit der MAFAC JAVA

Garant für korrekte, vergleichbare Messergebnisse

Die MAFAC JAVA ist bei der Bertrandt AG im Bereich der Montage von Prototypenmotoren für Automobilhersteller der Premiumklasse im Einsatz.

Die Atmosphäre beim Entwicklungsspezialisten ist so ganz anders, als man es bei einem industriellen Fertigungsbetrieb erwarten würde. Der Raum ist groß, hell, übersichtlich eingerichtet und blitzsauber. An mehreren Arbeitsplätzen sind Techniker damit beschäftigt, Prototypenmotoren zusammenzubauen. Ihre Konzentration ist spürbar. Hier liegt der Fokus nicht auf Geschwindigkeit und Masse, sondern auf messbarer und dokumentierter Präzision. Angesichts der Genauigkeit, mit der in diesen Räumen gearbeitet wird, wundert es nicht, dass die Reinigung ein wichtiger Bestandteil des gesamten Prozesses ist. Bevor die einzelnen Teile endgültig im Motor verbaut sind, werden sie mehrmals gereinigt – in der Reinigungsmaschine JAVA der Firma MAFAC. Nur so ist garantiert, dass keinerlei Rückstände auf den scheinbar so sauber wirkenden Teilen zurückbleiben und die Messergebnisse korrekt und vergleichbar bleiben.

Das Projekt – Die Montage von Prototypenmotoren

Seit Sommer 2013 werden Prototypenmotoren der Premiumklasse bei Bertrandt in Ehningen aufgebaut. Das Projekt ist im Fachbereich Powertrain angesiedelt. Es ist aus Sicht der Verantwortlichen eine Erweiterung der bestehenden Geschäftsfelder; zugleich entspricht ein solches Projekt den Kernkompetenzen der Bertrandt AG. Denn seit 40 Jahren werden beim Bertrandt-Konzern individuelle Lösungen für die internationale Automobil- und Luftfahrttechnik entwickelt und umsetzt. An den 44 Standorten des Unternehmens, das Harry Bertrandt 1974 als Ingenieurbüro im schwäbischen Möglingen gegründet hat, sind über 10.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon allein über 2.000 am Standort Ehningen. Sie sorgen dafür, dass die Bertrandt AG das gesamte Angebotsspektrum für die internationale Automobilindustrie, die 90 Prozent des Gesamtvolumens des Unternehmens ausmacht, abdeckt. Das reicht von der ersten Idee über die Entwicklung von Bauteilen, Modulen und Systemen bis hin zum kompletten Fahrzeug einschließlich verschiedener Dienstleistungen wie dem Qualitäts-, Lieferanten- und Projektmanagement. Um den komplexen Anforderungen der modernen Technologien gerecht zu werden, hat Bertrandt die einzelnen Schwerpunkte in Fachbereiche wie „Powertrain“ untergliedert.

Die MAFAC JAVA – ein unverzichtbarer Bestandteil des Projekts

Pünktlich zur Einführung der neuen Leistung – Montage von Prototypenmotoren – wurde im Fachbereich Powertrain in Ehingen die Reinigungsmaschine MAFAC JAVA angeschafft. Nur so können die hohen Anforderungen der Kunden sicher erfüllt werden. Bewusst entschied sich die Projektleitung für das auf wässriger Basis arbeitende System des Alpirsbacher Experten für Reinigungsanlagen: „Da das System kompakt gebaut und leicht zu bedienen ist und die MAFAC-Verfahrenstechnik ein optimales Reinigungsergebnis garantiert“, sagt die Projektleiterin.

Die für die Montage von Motoren notwendigen Einzelteile – rund 500 an der Zahl – werden beispielsweise als Teilesatz angeliefert. Alle Teile sind zu diesem Zeitpunkt schon vorgereinigt. Trotzdem weisen gerade die Gussbauteile mit ihren Einschlüssen und komplexen Geometrien noch Rückstände von Ölen, Emulsion und vor allem feinen Spänen auf. Deshalb werden diese Teile bei Bertrandt als erstes gereinigt. Das Gewicht der Großkomponenten, wie Ventildeckel, Kurbelgehäuse und Zylinderköpfe, liegt zwischen fünf und 25 Kilogramm. Da etwa ein Drittel der gelieferten Bauteile eines Teilesatzes Gussbauteile sind, umfasst allein die Grundreinigung im Schnitt sechs Reinigungsdurchgänge. Erst danach wird mit dem Aufbau des Motors begonnen. Doch auch während des Zusammenbaus durchlaufen die Teile immer wieder die MAFAC JAVA. Nach dem Vermessen – „wir messen auf ein Mikrometer genau, da kann die kleinste Verunreinigung das Ergebnis beeinflussen“ – wird ebenso gereinigt wie nach einer weiteren mechanischen Bearbeitung, die manchmal notwendig sein kann. Gereinigt wird generell nach der Rissprüfung, „denn dann weisen die Teile Rückstände von Farbe und Entwickler auf“, wie die Projektleiterin erläutert. So läuft die MAFAC-Maschine etwa zehn bis zwölf Mal am Tag.

Die MAFAC-Verfahrenstechnik des Spritz-Flut-Reinigens

Insgesamt vier Programme sind in der bei Bertrandt installierten JAVA eingespeichert. Deren Laufzeit liegt bei durchschnittlich zehn Minuten plus/minus zwei Minuten, wobei zwei Drittel auf den Reinigungs- und Spülprozess entfallen. Bei allen Einstellungen werden die beiden Bäder der MAFAC JAVA in der Reihenfolge Reinigen – Spülen genutzt. Während der Nassphase kommt das von den MAFAC-Technikern entwickelte Spritz-Flut-Reinigen zum Einsatz. Dabei rotiert das Spritzsystem gegenläufig zu dem ebenfalls rotierenden Beschickungssystem. Die Bewegung des Beschickungssystems wird nur bei den sehr schweren Teilen auf ein Wippen reduziert, bei rotierendem Spritzsystem. Zudem wird die Reinigungszelle während der Reinigung zu 50 Prozent geflutet.

An den Reinigungsprozess schließt sich die Trocknung an. Sie erfolgt mittels Impuls- und Heißblasen. Zunächst werden die Werkstücke über ein rotierendes Blassystem impulsartig mit hochreiner Druckluft abgeblasen. Anschließend werden sie mit feinstgefilterter Heißluft ebenfalls rotierend beaufschlagt. In Anlehnung an die Nassphase bewegt sich das Beschickungssystem auch bei der Trocknung entweder gegenläufig rotierend oder wippend zum rotierenden Blassystem.

Beide Medientanks der bei Bertrandt eingesetzten JAVA sind mit enthärtetem Wasser gespeist. Dem Reinigungsbad ist ein Reinigungsmedium in einer Konzentration von drei Prozent und dem Spülbad ein Reinigungsmedium in 0,5-prozentiger Konzentration zugesetzt. Da beide Medientanks mit einer hochwirksamen Spänefiltration ausgestattet sind, liegen die Badstandzeiten bei einem Vierteljahr. Durch einen eingebauten Koaleszenz-Öl-Abscheider werden zudem die aufgefangenen Fremdstoffe abgeschieden und in einem separaten Behälter gesammelt.

Bericht als pdf

Download ZIP



zurück zur Übersicht