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Alutec - Reinigen von Kühlkörpern auf der MAFAC PALMA

Überzeugende Verfahrenstechnik garantiert hervorragendes Reinigungsergebnis

Firma alutec hat mit der PALMA die sechste MAFAC-Reinigungsmaschine in Betrieb genommen

Wer bei der Firma alutec in Sternenfels nach dem für die MAFAC-Reinigungsmaschinen charakteristischen türkis-blauen Anstrich sucht, der wird zunächst einmal nicht fündig. Auf Kundenwunsch wurden die Reinigungssysteme aus Alpirsbach in typischem „alutec rot“ lackiert. Gute Erfahrungen mit den MAFAC-Reinigungsmaschinen führten dazu, dass im Lauf der Jahre in dem seit 1988 bestehenden Sternenfelser Unternehmen fünf MAFAC-Anlagen verschiedener Modellreihen in Betrieb genommen wurden. Jetzt wurde mit der PALMA die sechste MAFAC-Maschine angeschafft – für eine ganz spezielle Reinigungsaufgabe. In dem auf wässriger Basis arbeitenden Drei-Bad-System werden Kühlkörper gereinigt – geplant sind 17 Millionen Teile in den kommenden Jahren – die eine hohe Klebefähigkeit auf der Rückseite aufweisen müssen. Das heißt, sie müssen am Ende des Reinigungsprozesses nahezu rein und nahezu trocken sein.

Einst mit zehn Mitarbeitern gestartet, hat sich die alutec metal innovations GmbH & Co KG im Lauf ihrer 25-jährigen Firmengeschichte zu dem Spezialisten für Fließpresstechnik und innovative Lösungen in Aluminium entwickelt. Heute sind etwa 220 Mitarbeiter in dem in Sternenfels angesiedelten Betrieb tätig. Sie produzieren Werkstücke vorrangig für die Automobilindustrie beziehungsweise für deren Zulieferer. Das Produktsortiment reicht von Gehäusen für Motorenmanagement, Air–bagelektronik, Wegmesssysteme, Ultraschallsensoren und Dämpfersysteme über Kühlkörper für Klima-Elektronik, LED-Elektronik und Audio- Systeme bis hin zu Kolben für die Getriebesteuerung, die Radbremse und die Feststellbremse. Zudem ist alutec Experte in der Kaltumformung durch Fließpressen von Aluminium und anderen Werkstoffen. Sonderlösungen in der mechanischen Nachbearbeitung und die Unterstützung der Kunden bei der Entwicklung neuer Produkte zählen ebenso zum Portfolio wie In-House Konstruktionen und die Herstellung der Werkzeuge im eigenen Werkzeugbau. Alutec ist im Bereich Qualitätsmanagement und Umweltmanagement zertifiziert und wurde 2011 als Glanzlicht der Wirtschaft im Bereich Ökologie ausgezeichnet.

Verschiedene Reinigungssysteme für unterschiedliche Reinigungsaufgaben

„Die Anforderungen unserer Kunden in Sachen Reinigung sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Heute reinigen wir alle Teile, die bei uns gefertigt werden“, sagt Geschäftsführer Willy Kretz. Es wird also viel gereinigt bei der Firma alutec und das in den unterschiedlichsten Fertigungsphasen. Aus gutem Grund: Nach dem Umformprozess in der Presse weist das bearbeitete Rohmaterial starke Verschmutzungen durch Schmiermittel auf. Diese müssen vor der spanenden Weiterbearbeitung abgereinigt werden. „Wir setzen verschiedene Schmiermittel ein. Abhängig von dem jeweiligen Schmiermittel und dem Grad der Verschmutzung kommen unterschiedliche Reinigungssysteme zum Einsatz“, so Willy Kretz. Erfolgte die industrielle Reinigung bei alutec zu Beginn ausschließlich in Per- und Tri-Anlagen, schwenkten die Verantwortlichen aufgrund der hohen Umweltbelastungen und negativer Erfahrungen mit den chemischen Substanzen schnell um auf umweltfreundliche, wässrige Reinigungssysteme. So sind heute zwei SF 60.40 und eine ELBA der Firma MAFAC dezentral an den Umformanlagen installiert. In ihnen werden unter anderem Teile für LKW Bremssysteme (SF 60.40) und Bremskolben (ELBA) gereinigt.

Während die Trocknung vor der spanenden Weiterbearbeitung keine Rolle spielt – der gesamte Prozess ist nur eine Zwischenreinigung – ist sie bei der Reinigung im Bereich der Endkontrolle wichtig. In den beiden hier installierten Zwei-Bad-Systemen ELBA von MAFAC werden Kühlkörper, die mit Bohremulsion, Spänen und Schmierstoffen verunreinigt sind, vor dem Versand an den Kunden gereinigt. Der gesamte Prozess dauert 16 Minuten und ist zu gleichen Teilen in eine Nass- und eine Trocknungsphase untergliedert, „denn die Kühlkörper müssen vor dem Versand absolut trocken sein, sonst gibt es Verfärbungen“, so Jürgen Merz, der für die Teilereinigung verantwortliche alutec-Mitarbeiter.

Reinigungssystem für 17 Millionen Kühlkörper aus Aluminium

„Welches Reinigungssystem für welche Reinigungsaufgabe zum Einsatz kommt, ist bei uns von der Kombination aus Produkt, Menge, definierter Laufzeit und Reinigungsanforderungen abhängig“, so Willy Kretz. Nach der Vergabe eines Auftrags von relativ kleinen Kühlkörpern aus Aluminium, von denen in den kommenden Jahren 17 Millionen in Sternenfels gefertigt werden sollen, wurde die Anschaffung eines weiteren Reinigungssystems notwendig. Bewusst entschieden sich die Verantwortlichen für eine weitere, auf wässriger Basis arbeitende MAFAC-Maschine, denn das Reinigungs- und Trocknungsergebnis überzeugte bei den Testreihen ebenso wie der Preis. „Zudem haben wir gute Erfahrungen mit MAFAC gemacht. Alle bei uns installierten Anlagen laufen sehr zuverlässig und stabil“, sagt Jürgen Merz.

Die hohen Anforderungen des Kunden an die Reinheit der Kühlkörper, machten allerdings die Anschaffung der großen MAFAC-Maschine, der optional mit drei Bädern erhältlichen PALMA, notwendig. „Die Rückseiten der Werkstücke müssen eine hohe Klebefähigkeit aufweisen, weshalb wir in den Versuchsreihen vorab nicht nur Restschmutzbestimmungen gemacht, sondern auch Klebeversuche ausgeführt haben“, erläutert Jürgen Merz. Die Testergebnisse bei MAFAC waren so überzeugend, dass die PALMA angeschafft wurde.

Überzeugende Verfahrenstechnik des Spritz-Flut-Reinigens

Die Kühlkörper, die seit Herbst 2012 in der PALMA gereinigt werden, weisen Verschmutzungen in Form von Spänen vom Sägen, selbstverflüchtigendem Schmiermittel und Flitterstaub vom Entgraten auf. Um diese Verunreinigungen abzureinigen kommen die drei Medientanks in der Reihenfolge Reinigen – Reinigen – Spülen zum Einsatz. Dabei wird die von MAFAC entwickelte und bewährte Verfahrenstechnik des Spritz-Flut-Reinigens genutzt. Das heißt, die Reinigungskammer wird während der gesamten Nassphase komplett geflutet. Dabei rotiert das Spritzsystem gegenläufig zu dem ebenfalls rotierenden Beschickungssystem. „Wir können die Kühlkörper als Schüttgut in das speziell beschichtete Beschickungssystem einlegen. So ist es uns möglich, dass etwa 3.000 Teile täglich die im Ein-Schicht-Betrieb eingesetzte PALMA durchlaufen“, sagt Jürgen Merz.

Der gesamte Reinigungsprozess dauert 25 Minuten. Dabei entfallen 30 Prozent der Zeit auf das Reinigen, 20 Prozent der Zeit auf das Spülen und 50 Prozent auf die Trocknung. „Die Kühlkörper müssen nicht nur wegen der hohen Klebefähigkeit absolut trocken sein, sondern auch um Gelbverfärbungen zu vermeiden“, so der alutec-Mitarbeiter. Die Trocknung erfolgt mittels des Impulsblasens und des Heißblasens. Zunächst werden die Werkstücke über ein rotierendes Blassystem impulsartig mit hochreiner Druckluft abgeblasen. Anschließend werden sie mit feinstgefilterter Heißluft ebenfalls rotierend beaufschlagt. Auch beim Trocknungsprozess rotierte das Beschickungssystem gegenläufig zum Blassystem.

Hochwirksame Badpflege speziell für das Spülbad

Den beiden für die Reinigung genutzten Medientanks der PALMA mit einem Fassungsvolumen von 720 Litern und von 600 Litern ist ein Reinigungsmedium in einer Konzentration von vier bis fünf Prozent zugegeben. Alle drei Mediumtanks sind jeweils mit einer hochwirksamen Spänefiltration ausgestattet. Durch einen eingebauten Koaleszenz-Öl-Abscheider werden die aufgefangenen Fremdstoffe abgeschieden und in einem separaten Behälter gesammelt. Der 500 Liter umfassende Mediumtank drei – das sogenannte Spülbad – ist ohne Zusatz und somit ausschließlich mit dem VE-Wasser mit einem Leitwert unter 50 (10 µS) befüllt. Er ist zudem an ein Spülwasserpflegemodul angeschlossen, das über einen Bypass läuft. Dadurch werden filmische Verunreinigungen ausgefiltert, so dass die Wasserqualität konstant gleich bleibt.

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