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Flexibles System garantiert bestes Reinigungsergebnis

April 2013
„Das System ist sehr flexibel. Diese Vielfalt bietet sonst kein Hersteller“, sagt Wolfgang Rich, Geschäftsführer von RICH-Präzision. Um den Produktionsprozess zu optimieren, wurde Anfang dieses Jahres die Ein-Bad-Maschine KEA des Reinigungsspezialisten MAFAC aus Alpirsbach in dem Fertigungsunternehmen in Riederich in Betrieb genommen. Seither werden darin vorrangig Gleitringdeckel für Kältemaschinen gereinigt. Doch dies ist nur der Anfang: „Die KEA ist für uns der Einstieg in die wässrige Reinigung. Mittel- und langfristig wollen wir komplett auf dieses Verfahren umstellen. Sofern die Sauberkeitsanforderungen erreicht werden, wovon wir ausgehen“, so Wolfgang Rich. Die Firma RICH-Präzision ist ein inhabergeführtes Traditionsunternehmen mit Sitz in Riederich. Seit 1949 besteht der Zulieferbetrieb und wird heute in der dritten Familiengeneration von Wolfgang und Gottfried Rich geleitet. Präzisionsteile für verschiedene Anforderungen aus Edelstahl, hoch und niedrig legiertem Stahl, Stahlguss, Aluminium, Messing, Kunststoff und Sonderwerkstoffen gehören zum Portfolio von RICH. Sie werden an modernen Dreh-, Fräs- und Schleifzentren für verschiedene Branchen vom Maschinenbau über die Elektro- und Kältetechnik bis hin zur Automobilindustrie gefertigt. Darüber hinaus hat die Firma RICH eine innovative Entwicklungsabteilung, in der individuelle Lösungen ausgearbeitet werden. Komplettiert wird das Angebotsspektrum durch die Montage von Baugruppen sowie die Ausführung aller Behandlungen wie Härten, Verzinken, Eloxieren und Vergolden. Unter dem Markennamen STILmetall werden seit diesem Jahr hochwertige Produkte aus Edelstahl in Riederich gefertigt.

Anfang dieses Jahres wurde die KEA von MAFAC bei RICH installiert. Das auf wässriger Basis arbeitende System wurde für den Bereich Kältetechnik und dort speziell für die Kühlaggregate für Busse angeschafft. Diese Gleitringdeckel, „die das Kurbelwellengehäuse abdichten und damit Herzstück der Kältemaschine sind“, wurden bisher beim Kunden gereinigt. Doch dieser wollte seine Prozesszeiten verkürzen und zugleich die Reinigung auslagern. So kam es zu einer Erweiterung des Anforderungsprofils an die Fachleute von RICH. „MAFAC ist in der Branche ein Begriff, wenn es um wässrige Reinigung geht“, sagt Wolfgang Rich. Für den Geschäftsführer war klar, dass er ein System des „Marktführers in Sachen wässrige Reinigung“ anschafft. Dabei überzeugten ihn nicht nur das gute Reinigungsergebnis, sondern auch die kompakte Bauweise und die Flexibilität der MAFAC-Maschinen. „Wir suchten eine Anlage, die dezentral und in nahezu allen Bereichen einsetzbar ist. Die haben wir mit der KEA gefunden“, sagt er.

Die Integration der Reinigung in den Fertigungsprozess bei RICH erfolgte mit der Inbetriebnahme der KEA. Seither ist die Reinigung fester Bestandteil der Produktion. Die gereinigten Teile werden noch an der Reinigungsmaschine in spezielle VCJ Folie verpackt und gelangen dann direkt in die Bearbeitungslinie des Kunden, wo sie unter anderem geläppt werden. Insofern sei der Reinigungsprozess bei ihnen eigentlich nur eine Vorreinigung, die aber sehr präzise ausgeführt werden müsse, weil die Teile sonst schon auf dem Weg zum Kunden rosteten, so Wolfgang Rich. Vorrangig Gleitringdeckel aus Grauguss, die industriell bearbeitet sind, werden derzeit in der bei RICH installierten KEA gereinigt. Sie weisen Verschmutzungen in Form von Emulsion, eines Öl-Wasser-Gemischs, auf. Insgesamt vier Programme sind in der KEA eingespeichert, deren Laufzeiten zwischen 2,5 und acht Minuten liegen. Dies ist von den Werkstoffen der zu reinigenden Teile abhängig. So dauert die Reinigung der Gleitringdeckel – der Standarddurchmesser liegt bei 90 Millimetern – acht Minuten und ist zu gleichen Zeiteinheiten in eine Nass-und eine Trocknungsphase untergliedert. Dagegen läuft die KEA bei der Reinigung von Plastikbehältern nur zweieinhalb Minuten, wobei die Dauer der Nassphase weit über der Trocknungszeit liegt. „Bei Teilen aus Aluminium und Plastik ist die Trocknungszeit gegenüber der Nassphase deutlich reduziert“, sagt Wolfgang Rich. Während der Reinigung werden alle in der MAFAC-Anlage zur Verfügung stehende Verfahrenstechniken genutzt, allen voran das von MAFAC entwickelte und patentierte Spritzreinigen, bei dem das Reinigungssystem gegen- bzw. gleichläufig zu dem ebenfalls rotierenden Beschickungssystem rotiert. „Damit unterscheidet sich MAFAC deutlich von den anderen Herstellern. Mit diesen innovativen Verfahren erzielt man wesentliche bessere Reinigungsergebnisse“, so Wolfgang Rich.

Doch nicht nur das Spritzreinigen wird bei RICH genutzt. Bei der Reinigung der Gleitringdeckel, die aufgrund ihrer empfindlichen Geometrie für die Reinigung fixiert werden, ist die Bewegung des Beschickungssystems auf ein Wippen reduziert, bei gleichzeitiger Rotation des mit Vollstrahldüsen ausgestatteten Reinigungssystems. An die Nassphase schließt sich bei der Reinigung der Gleitringdeckel eine etwa ein Drittel des gesamten Prozesses umfassende Abtropfphase an. Erst dann beginnt der eigentliche Trocknungsprozess, der mittels des Impulsblassystems erfolgt. Dabei werden die Werkstücke impulsartig über ein Blasrohr mit Druckluft abgeblasen. Dem Wasser im Mediumtank, dessen Temperatur während der Reinigung bei 60 Grad liegt, ist ein Reinigungsmedium mit Korrosionsschutz mit drei bis fünfprozentiger Konzentration zugegeben. Die Badstandzeiten der im Zweischichtbetrieb laufenden KEA können je nach Verschmutzungsgrad der zu reinigenden Teile bei zwei Wochen liegen. Der Mediumtank mit einem Volumen von 320 Litern ist mit einem Koaleszenzabscheider mit „Oberflächenschlürfer“ ausgestattet. Durch dieses Prinzip werden Öle und Fette abgeschieden und in einem separaten Behälter gesammelt.

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Aufgrund ihrer empfindlichen Geometrie werden die Gleitringdeckel bei RICH für die Reinigung in der KEA fixiert.