MAFAC in der Fachpresse
Kompakte Reinigungsanlage optimiert Linienfertigung
» Oktober 2009
mav maschinen anlagen verfahren, Konradin Verlag, 10/2009
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Autorin: Ina Rau
Rundtische für alle Anwendungen und in allen Größenordnungen werdenbei der Weinsberger Firma Fibro gefertigt. Zur Reinigung der Werkstücke für die kleineren Modelle wurde 2007 die auf wässriger Basis arbeitende Reinigungsmaschine Elba angeschafft. Seither werden Stahlteile mit einem Durchmesser von 50 bis 350 Millimetern und einem Gewicht von fünf bis 150 Kilogramm in dem Zwei-Bad-System der Firma Mafac gereinigt.
Präzision ist bei der Herstellung der Rundtische oberstes Gebot. Die hohen Anforderungen an die Genauigkeit bewegen sich im Bereich von Mikrometern und Winkelsekunden und schlagen sich in allen Phasen des Fertigungsprozesses nieder. So auch bei der Reinigung, die ein wichtiger Baustein ist, „um die Stabilität der Prozesse sicherzustellen“, so Fibro- Montageleiter Michael Schneider. Über viele Jahre erfolgte die Reinigung bei Fibro manuell, was den aktuellen Anforderungen sowohl in betriebswirtschaftlicher Hinsicht als auch in Bezug auf die Reinigungsergebnisse nicht mehr entsprach. „Hier hat sich das Bewusstsein sehr stark verändert“, stellt Schneider fest. Für die Wahl einer neuen Anlage seien deshalb unter anderem auch Umweltaspekte und die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter ausschlaggebend gewesen. Als der Aufbau einer Montagelinie zunächst als Pilotprojekt anlief, wurde deshalb 2007 die Reinigungsmaschine Elba von Mafac angeschafft. „Diese Anlage passt ideal in unsere Linienfertigung“, begründet Schneider. „Sie ist kompakt gebaut und ein in sich geschlossenes System. Zudem ist sie sehr bedienerfreundlich, so dass der manuelle Einsatz auf ein Minimum reduziert bleibt.“ Inzwischen ist die Mafac-Reinigungsmaschine fester Bestandteil der Montagelinie und unmittelbar hinter dem Lager aufgebaut. Die Werkstücke werden ausgelagert, gereinigt und kommen in die Montage. Somit ist gewährleistet, dass alle Teile, die montiert werden und damit den Betrieb verlassen, zuvor gereinigt werden. In erster Linie handelt es sich bei den zu reinigenden Werkstücken um Stahlteile. Diese weisen Verschmutzungen in Form von Konservierungsstoffen, Ölen und Kühlschmiermitteln auf, die sich durch Lagerzeiten oft schon verfestigt haben. Zum Großteil haben die Werkstücke mit einem Durchmesser von 50 bis 350 Millimetern und einem Gewicht von fünf bis 150 Kilogramm komplexe Geometrien mit vielen, tiefen und zum Teil engen Bohrungen. Für die Reinigung werden sie mit Spezialrahmen im Korbaufnahmesystem fixiert. „So ist eine schonende Reinigung ohne Schläge und Macken garantiert und wir können die Verfahrenstechnik des Spritzreinigens mit rotierendem Korbaufnahmesystem in vollem Umfang nutzen, wodurch ein optimales Reinigungsergebnis erzielt wird“, freut sich Schneider. Insgesamt fünf Reinigungsprogramme sind in der bei Fibro installierten Elba eingespeist. Deren Laufzeit liegt zwischen vier und sechs Minuten, wovon etwa 75 Prozent auf die Reinigung und die verbleibenden 25 Prozent auf die Trocknung entfallen. Die beiden Mediumtanks der Elba, deren Inhalt auf eine Temperatur von 65 Grad erhitzt ist, werden in der Reihenfolge Reinigen und Spülen aktiviert. Sowohl während des Reinigungsals auch während des Spülprozesses kommt die von Mafac patentierte, weltweit einzigartige Verfahrenstechnik des Spritzreinigens zum Einsatz. Dabei rotiert das Korbaufnahmesystem gegenläufig zu dem mit Vollstrahldüsen ausgestatteten, ebenfalls rotierenden Spritzsystem. Zwischen den beiden Nassphasen wird das Spritzsystem ausgeblasen, wodurch Verschleppungen des Reinigungsmediums verhindert werden. „Aus unserer Sicht ist das ein entscheidender Vorteil der Elba“, so Schneider. An die Reinigung schließt sich die Trocknung an, die mittels des Impulsblassystems erfolgt. Die Werkstücke werden mit warmer Druckluft impulsartig abgeblasen und anschließend mit erhitzter Warmluft beaufschlagt. Das Korbaufnahmesystem rotiert hierbei gegenläufig zum rotierenden Blassystem. „Dadurch können wir die Teile trocken aus der Maschine nehmen und ohne zusätzlichen Aufwand weiter verarbeiten“, erläutert der Montageleiter. Die Badstandzeiten der bei Fibro im Einschichtbetrieb laufenden Elba liegen bei etwa zwei Monaten. Nach gut einem Monat wird der Inhalt beider Mediumtanks überprüft. Je nach Testergebnis wird dem Reinigungsmedium entsprechend nachdosiert oder ein Wasserwechsel vorgenommen. Dem Mediumtank eins, dem Reinigungsbad, mit einem Fassungsvermögen von 475 Litern ist ein Reinigungsmedium von zweiprozentiger Konzentration zugegeben. Der 300 Liter umfassende Mediumtank zwei, das Spülbad, ist mit 0,5 Prozent des Reinigungsmediums versehen. Die Grob- und Feinabscheidung skimbarer Verunreinigungen erfolgt über einen Koaleszenzabscheider mit „Oberflächenschlürfer“. Die so abgeschiedenen Öle und Fette werden in einem separaten Behälter gesammelt. Beide Mediumtanks sind mit einer einstufigen Vorfiltration ausgestattet.



