MAFAC in der Fachpresse
Patentierte Verfahrenstechnik überzeugt
» April 2008
Produktion, mi-Verlag, Ausgabe 1/2008
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ALPIRSBACH. Euchner hat sich für eine Zwei-Bad-Maschine ELBA von Mafac entschieden, um Aluminiumgussteile zu reinigen. Ausschlaggebend bei der Wahl des Reinigungssystems war das Spritzreinigen, eine patentierte Reinigungstechnik.
„Neben dem hohen technischen Standard, den die ELBA bietet, hat uns ganz nebenbei auch das Design gefallen, das ins Auge springt“, berichtet Egon Steck, Produktionsleiter der Firma Euchner. Vorrangig Aluminiumdruckgussteile werden bei dem Hersteller für Sicherheitstechnik in der Zwei-Bad-Maschine von Mafac gereinigt. Grund für die Anschaffung eines Reinigungssystems auf wässeriger Basis war Euchners Zertifizierung nach dem Umweltaudit. Ausschlaggebend für die Wahl einer Mafac-Anlage war das Spritzreinigen, die patentierte Reinigungstechnik der Experten aus Alpirsbach im Schwarzwald. „Bis vor wenigen Wochen haben wir mit einer Per-Anlage gereinigt“, sagt Egon Steck. Die hohen Kosten bei der Entsorgung und Wartung dieser Anlage sowie die Zertifizierung nach dem Umweltaudit waren die Gründe für die schon länger geplante Umstellung auf ein auf wässeriger Basis arbeitendes System. Überwiegend Aluminiumdruckgussteile für Reihengrenztaster und für Gehäuse und Betätigungsköpfe von Sicherheitsschaltern werden in der bei Euchner installierten ELBA gereinigt. Sie machen rund 90 % des Reinigungsvolumens aus. Die verbleibenden 10% entfallen auf Buntmetalle, Stahl und Kunststoffteile. Alle Werkstücke weisen Verschmutzungen in Form von Emulsion und Spänen auf. Die Aluminiumdruckgussteile haben keine sehr komplexen Geometrien, sind aber mit tiefen, zum Teil sehr kleinen Bohrungen versehen. Das kleinste Gewinde ist M3. Insofern werden hohe Anforderungen sowohl an die Reinigung als auch an die Trocknung gestellt. Insgesamt fünf Programme sind bei Euchner in der ELBA eingespeichert. Die Laufzeit von vier dieser Programme liegt zwischen fünf und sechs Minuten, von denen jeweils 50 % auf die Nassphase und 50 % auf die Trocknung entfallen. Ausschließlich beim sogenannten Eloxierprogramm, das zur Reinigung von oberflächenbehandelten Werkstücken aktiviert wird, werden Mediumtank eins mit 475 Litern und der 300 Liter große Mediumtank zwei in der Reihenfolge Reinigen – Spülen genutzt. Die gesamte Reinigungszeit liegt bei neun Minuten. Die Nassphase umfasst etwa zwei Drittel dieser Zeit, während die Trocknung rund ein Drittel ausmacht. Da alle Teile für die Reinigung fixiert werden, kann während der Nassphase die von den MAFAC-Technikern entwickelte und patentierte Verfahrenstechnik des Spritzreinigens in vollem Umfang genutzt werden. Dabei rotiert das Korbaufnahmesystem gegenläufig zu dem mit Vollstrahldüsen ausgestatteten Spritzsystem. Zur optimalen Vorbereitung der Trocknung liegt die Temperatur des Reinigungsmediums bei 75 Grad. An die Reinigung schließt sich die Trocknung an, die zweigegliedert ist. Zunächst werden die Werkstücke mittels des Impulsblassystems mit Druckluft über ein rotierendes Blassystem impulsartig abgeblasen. Anschließend werden sie über das Heißblassystem mit erhitzter Druckluft beaufschlagt. Das Korbaufnahmesystem rotiert, ebenso wie in der Nassphase, gegenläufig zum Blassystem. Zwischen 40 und 60 Reinigungsgänge werden pro Tag bei Euchner in der zehn Stunden laufenden ELBA gefahren. Die Badstandzeiten liegen derzeit bei fünf Wochen. Die Grobund Feinabscheidung skimbarer Verunreinigungen erfolgt über einen Koaleszenzabscheider mit ‚Oberflächenschlürfer‘. Die so abgeschiedenen Öle und Fette werden in einem separaten Behälter gesammelt. Beide Mediumtanks sind mit einer einstufigen Vorfiltration ausgestattet. Beschickt wird die Reinigungsmaschine von unterschiedlichen Mitarbeitern, welche die eingespeicherten Programme über das neue Bedienerkonzept Maviatic, eine von Mafac selbst entwickelte und auf Windows CE basierende komfortable Touch-Panel-Steuerung, aktivieren. Als Sonderausstattung ist die bei Euchner installierte ELBA mit einem Transportsystem und einer Reinwasserpatrone ausgestattet. Die Reinigungskammer wurde durch eine Sondervorrichtung für die Reinigung von Euro-Norm-Transportkörben ergänzt.

